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ETHOLOGIE Der Begriff Ethologie leitet sich von den griechischen Wörtern Ethos (= Charakter, Geist, Moral) und Logos (= Wort, Sprache, Vernunft) ab. Ethologie bedeutet übersetzt somit: die Lehre vom Verhalten oder schlicht Verhaltensforschung.. Die Ethologie befasst sich mit der Erforschung des Verhaltens von Tieren und Menschen unter Anwendung naturwissenschaftlicher Methoden. Als Ethologie wird die “klassische” vergleichende Verhaltensforschung bezeichnet. Diese warf den Behavioristen vor, die Biologie ihrer Versuchstiere nicht zu berücksichtigen. Unter anderem erschufen Konrad Lorenz und Niko Tinbergen ein Konzept, dass noch heute als Fundament erfolgreichen ethologischen Arbeitens darstellt. Die vergleichende Verhaltensforschung betonte nachhaltig die Bedeutung der Beobachtung des Verhaltens der Tier in ihrer natürlichen Umgebung. Sie versuche evolutionäre Erklärungen des Verhaltens mit physiologischen Aspekten zu kombinieren. In dieser Zeit wurden viele grundlegende Erkenntnisse gewonnen. Dabei wurden für die vergleichende Verhaltensforschung wichtige Begriffe - wie angeborener Auslöse-mechanismus, Erbkoordination, sensible Phase und Prägung gefunden bzw. geprägt. Kennzeichnend sind zum anderen auch sogenannte Ethogramme: dabei handelt es sich um Verhaltensprotokolle, in denen alle möglichen Verhaltensweisen exakt beschrieben und in ihrer zeitlichen Abfolge aufgelistet werden. Unter anderem bei Untersuchungen von Wölfen notwendig, um wertvolle Daten über ein Tier oder auch eine Tierart zu sammeln. WIE KAM DER MENSCH AUF DEN HUND? Obwohl immer wieder zwischenzeitlich in Frage gestellt, gehen die meisten Wissenschaftler davon aus, dass der Hund über den Verlauf einer 14000 bis 15000jährigen Haustierwerdung ohne grössere Zweifel vom Wolf abstammt. Diese Jäger näherten sich immer mehr den Menschen, da sie ihren Vorteil, durch die leichte Beschaffung von Nahrung erkannten. Aber nicht nur der Vierbeiner, auch der Zweibeiner erkannte die Vorzüge, die sich aus einer Koexistenz mit seinem Gegenüber ergab. Die Menschen nutzten seine Fähigkeiten für eine gemeinsame Jagd, welche dadurch wesentlich effizienter ausfiel, was wiederum beiden Seiten in Sachen Nahrungsbeschaffung einen enormen Vorteil verschaffte. Sie warnten sie vor Gefahr, hüteten und bewachten das Nutzvieh und zogen schwere Lasten. Dieses gegenseitige Geben und Nehmen, das Verlangen nach Zusammengehörigkeit bzw. das harmonische Zusammenspiel zwischen Hund und Hundehalter - das sollte auch unser Ziel sein. Der Hund möchte keine gesonderte Stellung in der Gruppe einnehmen, er möchte einfach nur dabeisein. Alleine gelassen ist jedes Soziallebewesen im wahrsten Sinne des Wortes ein Aussenseiter. Wir sollten ihn als Mitglied einer Lebensgemeinschaft, unseres gemischten Rudels, sehen. Lernen WIR sie zu verstehen, zu akzeptieren und vorallem zu respektieren!
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